
In der Produktion kann der Temperier- oder Laminierprozess durch ein bestimmtes Problem behindert werden: Die Abkühlung des Ofens. Wenn das Glas dieser thermischen Belastung ausgesetzt wird, entstehen oft Risse oder optische Verzerrungen. Dadurch muss die Anlage stillgelegt werden – wodurch Energie umsonst verbraucht wird. Wir haben daher einen Vorkocher entwickelt, der genau in solchen Situationen hilft: Er hält die Wärme an der richtigen Stelle und sorgt dafür, dass der Prozess weiterläuft.
Was eigentlich vor sich geht
Wir verwenden Kurzwellen-NIR-Kristallstrahler – schließlich ist die Wärme gezielt abgegeben und schnell, mit minimalem Konvektionsstrom. Es handelt sich dabei um Strahler mit einer Leistung von 15–30 kW pro Meter, bei Spannungen von 220/380 V. Die Abmessungen passen zu den Standards für Transportbänder. Die Zonensteuerung sorgt dafür, dass die Temperatur über dem Glas gleichmäßig bleibt – innerhalb von ±3 °C. Der Vorkocher reagiert sofort – mit voller Leistung bereits nach wenigen Sekunden – sodass er mit der Geschwindigkeit der Anlage mithalten kann, ohne auf ein langsames Anlaufen warten zu müssen. Die Strahler sind für mehr als 5.000 Betriebsstunden ausgelegt, wobei der Leistungseinbruch unter 5 % liegt. Das Modul kann direkt als Ersatz für herkömmliche Heizsysteme verwendet werden.
Warum das wichtig ist
Beim Temperieren reduziert die Vorkühlung vor dem Eintritt in den Ofen die thermischen Belastungen. Dadurch gibt es weniger Brüche und eine bessere optische Qualität. Beim Laminieren sorgt eine gleichmäßige Vorkühlung für eine bessere Haftung zwischen den Schichten sowie weniger Blasen. Bei Isolierglas stabilisiert die Vorkühlung den ersten Verschluss – dadurch trocknet auch der zweite Verschluss gleichmäßiger aus, was wiederum Mehrarbeit reduziert.
Praktische Hinweise
Die Installation ist einfach – doch die Ausrichtung bezüglich des Transportbands und des Glaswegs ist entscheidend. Achten Sie auf ausreichende Abstände sowie auf den Luftstrom um die Strahler herum, um heiße Punkte zu vermeiden und die Komponenten zu schützen. Der Vorkocher funktioniert am besten bei klarem Glas. Bei stark beschichteten oder niedrigemittierenden Produkten muss die Leistung angepasst werden. Planen Sie außerdem regelmäßige Reinigung der Kristallröhren und Reflektoren ein – nur so bleibt die Leistung sowie die Temperaturkonstanz gewährleistet.